Yamaha TZ360 ROLL

Auf Basis einer Yamaha TZ250 Modell 3YL, 4DP oder 4TW entsteht mit Hilfe der von Reinhard Roll entwickelten Big Bore Zylinder, einem kleinen Eingriff in die Kurbelwelle und den dazugehörigen Kolben ein ganz spezielles Rennmotorrad. 

Meiner Motivation für dieses Projekt liegt jedoch nicht die reine Spitzen-leistung zu Grunde. Viel mehr geht es darum, ein zuverlässiges, standhaftes und einfaches Zweitaktrennmotorrad für den Einsatz auf der Rundstrecke zu bauen, bei dem sich der Wartungsaufwand um ein vielfaches reduziert und mehr Zeit für das Wesentliche bleibt: Freude am Fahren ;-)

Ein wenig Bums darf natürlich auch nicht fehlen.

Wer jetzt denkt, das auch der Aufbau dementsprechend leicht realisiert wird, den muss ich vorab gleich enttäuschen.

Als Erstes muss das Kurbelwellen-gehäuse modifiziert werden um die größeren Zylinder aufzunehmen. Dadurch wird die Dichtfläche bei einem Wasserauslass erheblich dezimiert, was später bei unzureichender Vorsorge zu Problemen führen kann.

Die nächste Hürde besteht darin, die notwendigen Zwischenplatten anzufertigen. Diese müssen vor allem auf die Zylinder abgestimmt werden, da durch die Höhe die Steuerzeiten massiv beeinflusst werden. Wenn die Steuerzeiten nicht passen, passt das Auspufflayout nicht mehr mit dem Motor zusammen usw. Natürlich müssen die Platten dreidimensional als Übergang von Kurbelwellen-gehäuse zum Zylinder mit dem Handfräser angepasst werden.

Meiner Meinung nach besteht ein großer Nachteil darin, das nach dem Umbau natürlich über und unter der Platte eine Dichtung notwendig wird, was mit der zusätzlichen Abdichtung im Bereich des Wasserkanals ziemlich nervig werden kann, vor allem beim Tausch oder bei Kontrolle. Durch die Erfahrungen mit dem RGTZ-Projekt habe ich hier einen anderen Weg eingeschlagen und die Zwischenplatten dauerhaft mit dem Kurbelwellengehäuse verbunden. Eine herkömmliche TZ-Dichtung kann nun einfach adaptiert werden und das Zylinder ziehen wird zum reinsten Spaziergang und kann auch an der Rennstrecke schnell und einfach durchgeführt werden.

Eine weitere Herausforderungen bilden die Stehbolzen, da die Standard TZ Bolzen zu kurz sind. Hier gibt es jedoch Abhilfe aus dem reichen Sortiment von Yamaha.

Ist der Motor soweit zusammengesteckt, misst man die Deckhöhe und stimmt entsprechend dem Messergebnis die Brennräume ab. Danach kann man dem Motor eigentlich fertig zusammenbauen.

Weitere Infos folgen ....